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Eines wird schnell klar, wenn Michael Bäumel über seine Tätigkeit als Schiedsrichter berichtet: Er steht auf dem Platz mit Leib und Seele – und das mittlerweile seit fünf Jahren. Der 19-Jährige begann seine „Schiri-Karriere“, als ihn immer wiederkehrende Verletzungen dazu zwangen, sein Fußballtrikot an den Nagel zu hängen: „Da ich jedoch weiterhin dem Fußball treu bleiben wollte, habe ich mich bei den Verantwortlichen des Sportverein Breitenbrunn über die Arbeit als Unparteiischer informiert - und schon hatte ich den Anmeldebogen für einen Neulingslehrgang in der Hand“, schmunzelt der Kemnather. 

Denn die Unparteiischen plagen Nachwuchssorgen. Eine Tatsache, die Michael Bäumel nur schwer nachvollziehen kann: „Der Zeitaufwand für die Ausbildung als auch die Tätigkeit an sich hält sich in Grenzen.“ So bekommt er sein Lehramtsstudium in Erlangen und sein sportliches Amt gut unter einen Hut, und auch Familie und Freunde kommen nicht zu kurz. Zudem mache es ihm nach wie vor großen Spaß, an den Wochenenden Spiele zu pfeifen: „Die Anforderungen an einen Kampfrichter sind sehr komplex: man muss in hitzigen Situationen mit 22 unterschiedlichen Spielercharakteren zurecht kommen und zudem immer regelkonform und fair handeln. Das Amt und die Ausbildung zum Schiri hat ganz klar meine Persönlichkeit geschult und gefestigt.“


Ans Aufhören habe er nur einmal vor einigen Jahren gedacht, als ihm ein unzufriedener Jugendtrainer ordentlich zusetzte. „In diesen Situationen stehen aber der Verein als auch der Obmann hinter den Jugend-Schiris und mit Rat und Tat zur Seite. So wurde ich zum Weitermachen motiviert.“

Eine goldrichtige Entscheidung, denn mittlerweile ist der Student auf Landesliga-Niveau im Einsatz: „Da kommt man viel rum. Die Gemeinschaft unter den Schiris und Linienrichtern, aber auch die Erstattung der Spesen, erleichtern jedoch jede Fahrt“, fügt der Unparteiische mit einem Augenzwinkern hinzu. Zudem übernehme der Heimatverein, in diesem Fall der Sportverein Breitenbrunn, die Ausstattung der Schiris sowie die Kosten für Lehrgänge.

In der Jugendarbeit sieht Michael Bäumel noch Potential, auch wenn sich in den letzten Jahren wieder vermehrt Jugendliche für das Amt als Schiedsrichter begeistern konnten: „Es ist natürlich schön, wenn man als Vorbild fungiert und somit junge Menschen zum Einsteigen motiviert.“ So kann er sich selbst vorstellen nach seiner „aktiven Zeit als Schiri“ als Lehrwart auszubilden. Interessenten, die körperliche Fitness und Durchsetzungsvermögen mitbringen, rät er, sich an den Heimatverein zu wenden und „es einfach mal selbst auszuprobieren“. Beim SV Breitenbrunn ist man jedenfalls als Schiedsrichter bestens aufgehoben.

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Michael Bäumel ist seit fünf Jahren Schiedsrichter.

SK